Eine einfache Drehung kann über den Erfolg oder Misserfolg einer zuverlässigen elektrischen Verbindung entscheiden. Ob Sie als Heimwerker Sicherheitskameras installieren, als Techniker HF-Geräte bauen oder als Hobbybastler Audiogeräte zusammenbauen – der Bajonettverschluss spielt eine entscheidende Rolle für eine zuverlässige Funktion. Dieser Artikel lädt Sie ein, über das einfache Verdrehen hinauszublicken und Techniken zu entdecken, die langlebige, verlustarme und wetterfeste Bajonettverbindungen ermöglichen. Lesen Sie weiter, um praktische Installationsmethoden, Sicherheitstipps und Hinweise zur langfristigen Wartung kennenzulernen, die die Lebensdauer Ihrer Verbindungen verlängern und ärgerliche Ausfälle verhindern.
Die korrekte Installation von Bajonettsteckern erfordert sowohl Fachwissen als auch praktische Erfahrung: Sie setzt das Verständnis des mechanischen Verriegelungsmechanismus, die Auswahl des passenden Steckertyps für Kabel und Umgebung sowie die Anwendung geeigneter mechanischer und elektrischer Montagetechniken voraus. Die folgenden Abschnitte erläutern alle notwendigen Schritte und geben Ihnen klare, praxisnahe Erklärungen. Jeder Abschnitt behandelt wichtige Details – von der Auswahl kompatibler Komponenten und Werkzeuge bis hin zur Sicherung der Verbindungen gegen Vibrationen und Feuchtigkeit sowie der Funktionsprüfung und Fehlerbehebung.
Bajonettverschlüsse verstehen und ihre Funktionsweise
Bajonettstecker sind eine Steckverbinderfamilie, die mithilfe eines Schnellverriegelungsmechanismus eine zuverlässige mechanische und elektrische Verbindung zwischen zwei Komponenten herstellt. Das Grundprinzip ist einfach: Ein Stecker mit radialen Kontaktflächen wird in eine passende Buchse mit entsprechenden Schlitzen eingeführt, und eine leichte Drehung rastet die Kontaktflächen unter einem Haltering ein. Diese Konstruktion ermöglicht schnelles Stecken und Trennen bei gleichzeitig gleichmäßigem Kontaktdruck. Obwohl der Begriff „Bajonett“ Assoziationen mit verschiedenen Anwendungen hervorrufen mag, zählen zu den gängigen elektrischen Varianten BNC (Bayonet Neill-Concelman), Mini-BNC sowie weitere HF- und Koaxialsteckverbinder. Es gibt auch Bajonett-Gleichstromsteckverbinder und Lampenfassungen (Bajonettverschluss), aber für elektrische und HF-Installationen sind Koaxial-Bajonettstecker am relevantesten.
Neben der mechanischen Schnittstelle ist es wichtig, die elektrischen Auswirkungen der Steckverbinderauswahl und -installation zu verstehen. Koaxiale Bajonettstecker sind so konstruiert, dass sie die charakteristische Impedanz – üblicherweise 50 oder 75 Ohm – über die Schnittstelle aufrechterhalten. Bei korrekter Montage bewahrt der Stecker die Geometrie zwischen Innenleiter und Schirmung des Koaxialkabels, um Reflexionen und Einfügedämpfung zu minimieren. Fehlausrichtung, unsachgemäße Terminierung oder Beschädigung des Dielektrikums während der Installation können die Impedanzanpassung beeinträchtigen, die Rückflussdämpfung erhöhen und potenziell zu Signalverschlechterungen, Rauschen oder Gerätefehlfunktionen führen. Bei HF-kritischen Anwendungen wie Antennenzuführungen, Rundfunksystemen und Testgeräten sind selbst geringfügige Impedanzdiskontinuitäten relevant.
Materialien und Beschichtungen sind weitere wichtige Faktoren. Standardsteckverbinder bestehen oft aus Messing mit Nickel- oder Silberbeschichtung; leistungsstärkere Ausführungen verwenden Gold oder Silber auf Kupfer, um den Kontaktwiderstand und die Korrosion zu minimieren. Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Salznebel und Temperaturschwankungen erfordern korrosionsbeständige Oberflächen und in manchen Fällen hermetische oder abgedichtete Steckverbinder. Auch die mechanische Fixierung variiert: Einige Bajonettverschlüsse verfügen über Rastpunkte oder Federmechanismen, die die Widerstandsfähigkeit gegen vibrationsbedingtes Lösen erhöhen, während andere auf einer einfachen Dreh- und Reibpassung beruhen. Das Verständnis dieser mechanischen Varianten hilft Ihnen, den richtigen Steckverbinder für die Umgebungsbedingungen und die in Ihrer Installation zu erwartenden mechanischen Belastungen auszuwählen.
Beachten Sie unbedingt die Herstellervorgaben: Drehmomentwerte für Überwurfmuttern, empfohlene Kabeltypen und zulässige Montageverfahren (Löten, Crimpen oder Verdrehen). Werden diese Details nicht beachtet, kann dies zu unzuverlässigen Verbindungen oder zum Verlust der Garantie führen. Durch die Kombination von mechanischem und elektrotechnischem Verständnis schaffen Sie die Grundlage für Installationen, die sowohl die Leistungs- als auch die Langlebigkeitserwartungen erfüllen.
Auswahl des richtigen Steckverbinders und Vorbereitung der Materialien
Die Wahl des richtigen Bajonettsteckers beginnt mit einer sorgfältigen Analyse der elektrischen Systemanforderungen und der Umgebungsbedingungen. Beginnen Sie mit der Impedanz: HF-Systeme verwenden üblicherweise 50-Ohm-Stecker (typisch für Funk- und Drahtlossysteme), während Fernseh- und Videoüberwachungssysteme oft 75-Ohm-Stecker benötigen. Die Verwendung einer falschen Impedanz führt zu Fehlanpassungen und Signalreflexionen. Berücksichtigen Sie anschließend den Frequenzbereich: Bei höheren Frequenzen gewinnen die Präzision, die Toleranzen und die Materialeigenschaften des Steckers zunehmend an Bedeutung. Für kritische HF-Anwendungen sollten Sie Stecker mit spezifizierten VSWR- (Stehwellenverhältnis) oder S-Parameter-Daten verwenden, um minimale Signalverzerrungen innerhalb der Betriebsfrequenzbandbreite zu gewährleisten.
Die Kabelkompatibilität ist ein weiterer entscheidender Faktor. Koaxialkabel haben unterschiedliche Querschnitte (z. B. RG-58, RG-59, RG-6, LMR-400), und jeder Stecker unterstützt in der Regel eine Reihe von Kabeln durch spezifische Ausführungen (z. B. BNC für RG-58 oder BNC für RG-6). Einige Stecker verwenden Crimp-Aderendhülsen, die auf den Außendurchmesser des Kabels abgestimmt sind; andere sind Lötstecker, die auf geeignetes Flussmittel und Löttechniken angewiesen sind. Die Abstimmung des Steckers auf das Kabel gewährleistet den mechanischen Sitz und den korrekten Kontakt des Innenleiters. Beispielsweise führt der Versuch, einen für dünnes RG-174-Kabel ausgelegten Stecker mit einem dickeren RG-213-Kabel zu verbinden, zu schlechtem elektrischem Kontakt und einer mangelhaften Abschirmung.
Die Anforderungen der Umgebung bestimmen die Material- und Dichtungswahl. Für den Innenbereich reichen unter Umständen Standard-Verbinder aus vernickeltem Messing aus. Bei Außeninstallationen, die Feuchtigkeit, salzhaltiger Luft oder extremen Temperaturen ausgesetzt sind, sollten Sie Verbinder mit korrosionsbeständiger Beschichtung, optionalen O-Ring-Dichtungen oder wetterfesten Tüllen wählen. Einige Hersteller bieten IP-geschützte Baugruppen an. Wenn Ihre Installation eine bestimmte Schutzart erfüllen muss, überprüfen Sie die Schutzart und die Dichtungsstrategie des Verbinders. Beachten Sie auch die mechanische Zugentlastung: Verbinder, die in Bereichen mit häufigen Bewegungen oder Vibrationen installiert werden, sollten mit robusten Klemmen, Tüllen oder Kabelverschraubungen kombiniert werden, um Materialermüdung an der Anschlussstelle zu vermeiden.
Bevor Sie mit der Montage beginnen, legen Sie sich die richtigen Werkzeuge bereit. Dazu gehören typischerweise ein präziser Abisolierer, der auf die Dicke des Kabelmantels und des Dielektrikums abgestimmt ist, ein Innenleiterschneider, geeignete Crimpzangen mit passenden Einsätzen (keine Universalzangen), ein hochwertiger Lötkolben (falls Lötverbindungen verwendet werden), Flussmittel und ein Messschieber oder eine Gut/Ausschuss-Lehre zur Maßkontrolle. Verwenden Sie geeignetes Handwerkzeug anstelle von improvisierten Lösungen; eine schlecht gecrimpte Aderendhülse oder eine überhitzte Lötstelle beeinträchtigt sowohl die mechanische als auch die elektrische Leistung. Halten Sie außerdem Montagehilfsmittel wie Schrumpfschlauch zur Zugentlastung, dielektrisches Fett zum Korrosionsschutz und Reinigungsmittel zum Entfernen von Oxidation oder Verunreinigungen vor der Montage bereit.
Prüfen Sie abschließend die Komponenten vor der Montage. Überprüfen Sie die Teilenummern der Steckverbinder, achten Sie auf Herstellungsfehler wie Grate oder falsch ausgerichtete Kontakte und stellen Sie sicher, dass die Kontaktflächen sauber sind. Ersatzsteckverbinder und -hülsen vorrätig zu haben, verhindert improvisierte Lösungen bei fehlerhaften Teilen. Eine sorgfältige Auswahl und Vorbereitung reduzieren Nacharbeiten erheblich und gewährleisten zuverlässige, langlebige Verbindungen.
Schritt-für-Schritt-Installationsanleitung für Koaxial-Bajonettstecker
Ein systematisches Installationsverfahren erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen und dauerhaften Bajonettverbindung erheblich. Beginnen Sie mit der Vorbereitung eines sauberen und gut beleuchteten Arbeitsbereichs und schalten Sie alle angeschlossenen Stromkreise spannungsfrei ab. Sicherheit geht vor: Arbeiten Sie niemals an unter Spannung stehenden HF-Übertragungen oder Leitungen. Legen Sie Kabel, Stecker, Aderendhülsen und Werkzeuge in logischer Reihenfolge bereit. Wenn Sie einen Crimpverbinder verwenden, wählen Sie die passende Crimpmatrize aus und überprüfen Sie die Abmessungen anhand der Aderendhülse und des Kabels. Falls der Stecker gelötet werden muss, stellen Sie sicher, dass Ihr Lötkolben temperaturkontrolliert ist und geeignetes Lötzinn (oft 60/40 oder bleifreie Varianten, je nach Vorschriften) sowie Flussmittel vorhanden sind.
Das Kabel vorsichtig abisolieren. Mit einer kalibrierten Abisolierzange die angegebene Länge des Außenmantels entfernen, die Abschirmung zurückklappen oder gemäß der Anleitung des Steckers entfernen und das Dielektrikum bis zur angegebenen Tiefe freilegen. Anschließend das Dielektrikum bis zur empfohlenen Länge abisolieren. Saubere Schnitte und glatte Leiterenden gewährleisten einen zuverlässigen Kontakt. Beschädigungen des Innenleiters vermeiden, da diese die Ader schwächen und den Widerstand erhöhen können. Bei Litzen die Litzen fest verdrillen oder bei Lötverbindern leicht verzinnen. Bei Litzenkabeln nicht zu stark verzinnen, wenn der Stecker auf Kapillarwirkung angewiesen ist – die Herstellerangaben beachten.
Montieren Sie den Steckverbinder in der vom Hersteller vorgegebenen Reihenfolge. Bei flachen Crimpverbindern ist die typische Vorgehensweise: Schieben Sie die Crimphülse über das Kabel, führen Sie den Innenleiter in den Mittelstift oder Kontakt ein und verpressen Sie den Mittelstift (falls vorhanden). Falten Sie anschließend die Abschirmung über das Steckverbindergehäuse oder setzen Sie sie in die Nut des Steckverbinders ein, schieben Sie das Steckverbindergehäuse in Position und verpressen Sie die Hülse über das Geflecht, um die Abschirmung zu sichern. Eine korrekte Crimptechnik gewährleistet eine kaltverschweißte mechanische und elektrische Verbindung – üben Sie gleichmäßigen, festen Druck mit der richtigen Crimpbackengröße aus und überprüfen Sie die Crimpabmessungen nach dem Verpressen.
Bei Lötverbindern nach dem Einführen des Innenleiters Flussmittel auf die Lötstelle auftragen und verlöten, um eine stabile Verbindung herzustellen. Verwenden Sie möglichst wenig Lötzinn, um Kurzschlüsse oder übermäßige Masse, die die Impedanz verändern kann, zu vermeiden. Lassen Sie das Lötzinn fließen und abkühlen, ohne die Lötstelle zu berühren. Montieren Sie nach dem Löten das Steckergehäuse und befestigen Sie den Schirmanschluss wie empfohlen – entweder durch Crimpen oder Klemmen. Achten Sie bei Drehverbindern darauf, dass das Geflecht gleichmäßig verteilt ist und der Stecker bündig auf dem Kabel aufliegt, ohne dass das Dielektrikum über die Kontaktfläche hinaus freiliegt.
Nach der mechanischen Montage ist der Anschluss sorgfältig zu prüfen: Der Innenleiter muss zentriert sein und darf keinen Kurzschluss mit der Schirmung aufweisen. Das Dielektrikum muss mit der Steckerfläche übereinstimmen, um die Impedanz zu gewährleisten. Untersuchen Sie den Stecker mit einer Lupe auf lose Litzen, die Kurzschlüsse verursachen könnten, und vergewissern Sie sich, dass die Crimp- oder Lötverbindungen fest sitzen. Falls der Stecker über eine Sicherungshülse oder eine Überwurfmutter verfügt, stellen Sie sicher, dass diese sich leicht drehen lässt und vollständig in die Bajonettkontakte einrastet. Bringen Sie abschließend eine Zugentlastung mit Schrumpfschlauch oder einer Zugentlastung an, die die Aderendhülse und einen Teil des Kabelmantels bedeckt, um Biegespannungen am Anschluss zu vermeiden.
Sicherung und Wetterschutz von Bajonettverbindungen
Selbst ein fachgerecht montierter Bajonettstecker kann durch Umwelteinflüsse und mechanische Belastung beschädigt werden. Sichere Befestigung und Wetterschutz sind daher entscheidend für Außen- und mobile Installationen sowie für alle Anwendungen, bei denen Vibrationen, Feuchtigkeit oder Verunreinigungen auftreten. Beginnen Sie mit der Beurteilung der mechanischen Belastungen: Wird das Kabel Zugkräften ausgesetzt sein? Ist es Bewegungen ausgesetzt, beispielsweise an einer drehbaren Kamerahalterung? Ermitteln Sie, wo Zugentlastung erforderlich ist, und planen Sie Klemmpunkte und Schutzschläuche ein. Kabelbinder und Klemmen sollten in geeigneten Abständen angebracht werden, um die Last vom Stecker abzuleiten und so zu verhindern, dass dieser Zugkräfte aufnehmen muss.
Um das Eindringen von Wasser an der Schnittstelle zu verhindern, verwenden Sie eine Kombination aus mechanischen und materiellen Barrieren. Ein im Stecker integrierter O-Ring aus Gummi oder Silikon sorgt für die primäre Abdichtung der Kontaktfläche. Für zusätzlichen Schutz tragen Sie vor dem Verbinden dielektrisches Fett auf die Kontaktflächen auf. Dieses Schmiermittel weist Feuchtigkeit ab und verhindert Korrosion, ohne die elektrischen Eigenschaften bei sparsamer Anwendung wesentlich zu beeinträchtigen. Schrumpfschlauch mit einer klebenden Innenbeschichtung (Schrumpfschlauch mit Klebstoff) eignet sich hervorragend zum Abdichten des Übergangs zwischen Kabel und Stecker. Schieben Sie einen passenden Schrumpfschlauch über die Baugruppe und schrumpfen Sie ihn gemäß den Herstellerangaben. Achten Sie darauf, dass der Klebstoff fließt und Spalten abdichtet.
Für raue Umgebungen empfiehlt sich die Verwendung wetterfester Überwurfkappen speziell für Bajonettstecker. Diese Formkappen werden über den Stecker und das Kabel geschoben und mit einem Gewindering oder einer Klemme fixiert. Alternativ bieten hochwertige Dichtungsbänder – wie beispielsweise selbstverschweißendes Silikonband – eine flexible und wasserdichte Abdichtung. Hierbei ist jedoch sorgfältiges Überlappen und Lagenverlegen erforderlich. Von der Verwendung von herkömmlichem PVC-Isolierband für die dauerhafte Abdichtung im Außenbereich ist abzuraten, da es durch UV-Strahlung und Temperaturschwankungen geschädigt wird.
Mechanische Verriegelungen und Verdrehsicherungen gewährleisten sicheren Halt auch bei Vibrationen. Einige Bajonettverbinder sind mit Verriegelungsschrauben oder -clips ausgestattet, die ein versehentliches Lösen verhindern. Nutzen Sie diese Funktionen, um die Haltekraft zu erhöhen, insbesondere bei mobilen Geräten oder in Umgebungen mit starken Vibrationen. Kabelklemmen oder Zugentlastungen sollten so installiert werden, dass die Kabelspannung von der Klemme und nicht vom Verbindergehäuse aufgenommen wird. Bei Installationen in Schutzrohren ist darauf zu achten, dass der Verbinder abgestützt ist und nicht frei hängt. Verwenden Sie Gurte oder Halterungen, um ihn in regelmäßigen Abständen abzustützen.
Regelmäßige Dichtheitsprüfungen sind Teil der Wartung. Überprüfen Sie die Dichtungen nach größeren Temperaturänderungen oder mechanischen Belastungen und tragen Sie neues Fett auf oder ersetzen Sie die Schrumpfmanschette, falls Risse oder Ablösungen auftreten. Bei kritischen Außenverbindungen empfiehlt sich in Umgebungen mit hohem Korrosionsrisiko der Einsatz einer Opferschicht oder einer Opferanode. Alternativ können Sie seewasserbeständige Steckverbinder verwenden, die speziell für salzhaltige Atmosphären entwickelt wurden. Die sorgfältige Auswahl von Materialien in Kombination mit robuster Abdichtung und sicherem Halt gewährleistet die dauerhafte Funktionsfähigkeit und Sicherheit von Bajonettverbindungen.
Prüfung, Fehlersuche und Wartung von Bajonettverschlüssen
Durch regelmäßige Prüfungen und Wartungsarbeiten wird sichergestellt, dass Bajonettstecker weiterhin die Leistungsanforderungen erfüllen. Beginnen Sie die Prüfung mit einfachen Durchgangs- und Kurzschlussprüfungen mithilfe eines Multimeters, um zu prüfen, ob der Innenleiter angeschlossen ist und kein Kurzschluss zwischen Innenleiter und Schirm besteht. Für HF-Anwendungen verwenden Sie ein Zeitbereichsreflektometer (TDR) oder einen Vektornetzwerkanalysator (VNA), um die Impedanz und das Stehwellenverhältnis (VSWR) der Installation zu ermitteln. Diese Geräte decken Reflexionen und Fehlanpassungen auf, die mit einfachen Durchgangsprüfungen nicht erkennbar sind. Vergleichen Sie bei HF-Prüfungen die Messwerte mit Referenzwerten und Herstellertoleranzen, um festzustellen, ob die Leistungsabweichung innerhalb akzeptabler Grenzen liegt.
Die Fehlersuche beginnt oft mit der Symptombeschreibung. Zeitweise auftretende Signalaussetzer können auf lockere Kontakte oder unzureichende Zugentlastung hinweisen. Bei schwankender Signalstärke prüfen Sie den Stecker auf Spiel in der Überwurfmutter, Korrosion an den Kontaktflächen oder Beschädigungen des Kabels in der Nähe des Anschlusses. Eine Sichtprüfung unter Vergrößerung deckt häufig ausgefranste Litzen, gerissene Isolierungen oder Verunreinigungen auf. Reinigen Sie die Kontakte mit geeigneten Lösungsmitteln wie Isopropylalkohol und verwenden Sie ein fusselfreies Wattestäbchen, um Rückstände zu entfernen. Oxidierte Kontaktflächen lassen sich durch spezielle Kontaktreiniger oder leichtes Abschleifen mit einer Faserbürste wiederherstellen. Achten Sie dabei darauf, die schützende Beschichtung nicht zu beschädigen.
Hohe Rückflussdämpfung oder unerwartet hohe Einfügedämpfung deuten auf Impedanzdiskontinuitäten oder mangelhaften Kontakt des Innenleiters hin. Prüfen Sie, ob das Dielektrikum beim Abisolieren beschädigt oder gequetscht wurde und ob die Länge des Innenleiterstifts mit der Kontaktfläche des Steckers übereinstimmt. Bei gecrimpten Steckern überprüfen Sie die Crimpmaße und den Zustand der Crimpbacken – verschlissene Backen führen zu ungleichmäßigen Crimpverbindungen. Gegebenenfalls ist ein erneutes Crimpen erforderlich, in schwerwiegenden Fällen muss der Stecker komplett ausgetauscht werden. Bei Lötverbindungen mit Anzeichen von kaltem Lötzinn (matte, körnige Oberfläche) erwärmen Sie die Lötstelle erneut und verwenden Sie geeignetes Lot und Flussmittel, um eine feste Verbindung wiederherzustellen.
Die Wartungsintervalle sollten sich nach den Umgebungsbedingungen richten. In stabilen Innenräumen genügt unter Umständen eine jährliche Inspektion; im Freien, in Küstennähe oder bei starken Vibrationen empfiehlt sich eine vierteljährliche Inspektion oder eine Inspektion nach extremen Wetterereignissen. Dichtungen und Manschetten mit Verschleißerscheinungen sind zu ersetzen. Halten Sie Ersatzverbinder und -hülsen für den schnellen Austausch bereit und bewahren Sie ein einfaches Reinigungsset sowie kalibrierte Crimpwerkzeuge auf, um gleichbleibende Montageergebnisse zu gewährleisten. Die Dokumentation von Montageverfahren, Crimpwerkzeugnummern und Testergebnissen hilft, wiederkehrende Probleme zu erkennen und kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen.
Wenn eine Reparatur die Leistung nicht wiederherstellen kann, ist der Austausch die zuverlässigste Option. Der Austausch von Steckverbindern durch solche mit verbesserten Materialien oder Designs, die besser zur Anwendungsumgebung passen, führt oft zu geringeren Ausfallzeiten und erhöhter Zuverlässigkeit. Nutzen Sie Testdaten als Grundlage für Upgrades: Weist der ursprüngliche Steckverbinder bei bestimmten Frequenzen konstant ein hohes VSWR auf, wechseln Sie zu einem Steckverbinder mit engeren Toleranzen und validierter Leistung in diesem Bereich. Mit regelmäßigen Tests, systematischer Fehlersuche und vorbeugender Wartung können Bajonettsteckverbinder über eine lange Lebensdauer zuverlässig funktionieren.
Zusammenfassend bieten Bajonettverschlüsse eine praktische Schnellverriegelungslösung für viele elektrische und HF-Verbindungen. Erfolgreiche Installationen hängen jedoch von der sorgfältigen Auswahl, der präzisen Montage und dem durchdachten Schutz vor mechanischen und Umwelteinflüssen ab. Durch das Verständnis des mechanischen und elektrischen Verhaltens des Steckverbinders, die Bereitstellung der richtigen Materialien und Werkzeuge, das Befolgen methodischer Installationsschritte und die Anwendung robuster Dichtungs- und Befestigungstechniken lassen sich leistungsstarke und zuverlässige Verbindungen erzielen.
Um die dauerhafte Funktionsfähigkeit zu gewährleisten, sind regelmäßige Inspektionen, Prüfungen mit geeigneten Messgeräten und die umgehende Behebung von Korrosion, lockeren Kontakten oder mechanischen Belastungen erforderlich. Ob Sie ein kleines Heimwerkerprojekt durchführen oder eine kritische Kommunikationsverbindung instand halten – die hier beschriebenen Prinzipien helfen Ihnen, Bajonettverbinder sicher und professionell zu installieren und zu befestigen.
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